Saunaofen defekt? Verhängnisvolle Fehler vermeiden!

17.09.2020

Die Sauna wird nicht heiß! Woran liegt das?

Ein Biokombiofen in einer neu gebauten Sauna wird angeschlossen

Nach der Montage durch unsere Monteure erfolgt der Anschluss des Ofens durch einen Elektriker. So wie in diesem Bild sollte das Kabel später selbstverständlich nicht mehr zu sehen sein!

Gestern konnten Sie in Ihrer Sauna noch problemlos schwitzen und heute heizt der Saunaofen nicht mehr richtig auf? Es raucht und stinkt ganz unerträglich?

Ohne Saunaofen bleibt es in der Sauna kalt… Möglicherweise ist Ihr Saunaofen kaputt und muss ausgewechselt werden! Alte und defekte Saunaöfen können zu Kurzschlüssen führen. ACHTUNG: Brandgefahr! Aber nicht immer müssen Sie Ihren Ofen direkt ersetzen – manche Probleme haben auch andere Ursachen und lassen sich ganz einfach beheben.

Falsche Anwendung und mangelnde Pflege der Sauna können langfristig zu Problemen führen. Fehler können bereits beim Aufbau der Sauna und Installation der Elektrik passieren. Bei Fragen bezüglich der Elektrik (insbesondere bei 400V Starkstromöfen) sollten sie immer eine Fachkraft zu Rate ziehen! 

Manche Bauteile eines Saunaofens, wie zum Beispiel die Heizstäbe, sind Verschleißteile! Sie müssen mit der Zeit ausgetauscht werden. Aber bei richtigem Umgang halten auch sie länger. Worauf Sie achten müssen und wie Sie die häufigsten Fehler beheben können, erfahren Sie in unserer Checkliste!

4 ärgerliche Fehler bei Saunen und Saunaöfen!

1. Die Sauna wird nicht warm

  • der eingebaute Saunaofen ist zu klein und schwach für die Größe der Saunakabine
  • baulich bedingte Fehler bei der Lüftung oder Isolierung können für zu viel Kaltluft in der Sauna führen
  • Der Saunaofen springt gar nicht an:
    • Ofen/Heizelemente sind defekt
    • Sicherung/FI-Schutzschalter wird fälschlicherweise ausgelöst
  • Der Saunaofen heizt nur sehr langsam:
    • Beschädigung an den Heizelementen, wie z.B. Risse oder Verbiegungen
    • Falsche Schichtung der Saunasteine behindert Luftzirkulation im Ofen
    • Abrieb der Saunasteine kann sich im Ofen festsetzen und Luftzirkulation behindern
    • Kurzschluss oder anderer elektr. Defekt bei fehlerhaftem Anschluss
  • Der Ofen geht zu früh aus/ Heizvorgang wird abgebrochen
    • Temperaturfühler messen falsch
      • Temperaturfühler ist falsch angebracht und misst eine höhere Temperatur, als eigentlich in der Saunakabine vorherrscht
      • Sicherheitstemperaturbegrenzung wird frühzeitig ausgelöst
    • Fehlfunktion des Steuerungselements

2. Die Sauna wird zu heiß

  • Saunaofen schaltet sich nicht ab
    • Temperaturfühler sind fehlerhaft angebracht und messen falsch
    • Der Hitzeschutz ist defekt
    • Fehlfunktion des Steuerungselements

3. Laute Geräusche

  • Knallen des Ofens, durch Ausdehnung der Heizspiralen und Spannungen im Blech, evtl. lose Teile
    • ein leises Knistern und gelegentliches Knacken ist normal und völlig unbedenklich

4. Rauch- und Geruchsbildung

  • Verschmutzung, Gegenstände im Saunaofen
  • Saunasteine
    • Steine wurden evtl. gar nicht oder nicht korrekt gereinigt/gewaschen
    • alte Steine können brüchig sein, eingelagerte Gase können freigesetzt werden
    • Steinsplitter und Staub werden abgespült und verstopfen den Ofen/ Behinderung der Luftzirkulation --> Schlammablagerung auf dem Boden/ in der Abtropfwanne
    • alte Steine werden abgerundet und rutschen dichter zusammen, was zu schlechter Luftzirkulation führt
    • Ablagerungen von Ölen und Kalkrückstände auf den Steinen können zu üblen Gerüchen führen
  • Verbrennen von Produktionsrückständen, Fett an den Heizstäben: vor dem ersten Saunagang sollten alle Rückstände verbrannt werden
  • Produktionsbedingte Mängel: falsche Beschichtungen oder Materialien können brennen (z.B. am Bodenblech/Auffangschale)
Glühende Heizstäbe in einem alten Saunaofen. Der Ofen sollte nie betrieben werden, wenn keine Steine darin aufgeschichtet sind!

Betreiben Sie einen elektrischen Saunaofen niemals ohne ihn mit Steinen aufzufüllen, um Überhitzung zu vermeiden!

Lösungsansatz: Probleme mit der Sauna beheben!

Wenn Sie diese Punkte beachten, können Sie bereits viele fatale Fehlfunktionen/Probleme von vorneherein ausschließen oder verhindern:

1. Saunaofen:

  • Haben Sie einen Saunaofen mit ausreichend Leistung verbaut?
    • ab einer Saunagröße von 7-12m³ wird ein Saunaofen mit 9kW Leistung empfohlen
  • Vor Inbetriebnahme überprüfen, ob alles sauber und gut verarbeitet ist
  • Evtl. Schrauben nachziehen, lose Teile befestigen/entfernen
  • Ofen hin und wieder reinigen, ggf. Kalk entfernen

2. Saunasteine:

  • richtig aufschichten. Kleine Steine nach unten, größere nach oben, locker und mit genügend Abständen, ohne sie zwischen die Heizelemente zu klemmen
  • vor erstmaligen Gebrauch sollten die Saunasteine abgewaschen werden
  • alte und/ kaputte/ abgenutzte Steine austauschen
  • Bruchstücke und Staub/Dreck im Saunaofen entfernen
Saunasteine sollten locker aufgeschichtet werden

3. Heizspiralen/Heizelemente:

  • die Heizstäbe müssen oben mit Steinen bedeckt werden und sollten nicht zu sehen sein
  • durch Kontakt mit Wasser können Risse entstehen, besonders wenn Heizstäbe schon älter sind
  • auf Verbiegungen und Risse überprüfen
  • Funktion überprüfen: glühen alle Stäbe gleichermaßen? Evtl. sollten Sie die Leistung/ den Widerstand messen (lassen)!
  • alte und spröde Heizstäbe austauschen

4. Temperaturfühler:

  • werden häufig falsch montiert: 
    wenn Sie direkt im Hitzestrom des Ofens liegen, liefern sie falsche Ergebnisse
    • Lösung: 
      korrekte Montage der Temperaturfühler unter dem Dach der Kabine, evtl. zusätzliche Bankfühler, für genauere Messungen
Ein frisch montierter Saunaofen in einer neuen Sauna

Videos zu Saunaöfen

 Anleitung: Montage eines Saunaofens!

FAQ: Montageleiter Jens beantwortet Ihre Fragen!